Zara H
Wenn man deutsche Komponisten bedenkt, fallen Figuren wie Bach, Beethoven und Schumann oft ein. Diese Musiker trugen sehr viel zur Musikwelt und zur Welt im Allgemeinen bei, aber andere Figuren sind auch von Bedeutung. Dieser Artikel befasst sich mit dem Leben und Vermächtnis von Hildegard von Bingen – einer deutschen Äbtissin und Universalgelehrten, die im Mittelalter lebte.
Hildegard von Bingen wurde im Jahr 1098 geboren und starb im Jahr 1179. Sie war Autorin, Theologin, Philosophin und Komponistin von heiliger Musik in einer Zeit, in der es für Frauen ungewöhnlich war, als Musikerinnen oder Denkerinnen bekannt zu sein. Als ob das nicht beeindruckend genug wäre, schrieb sie auch über Wissenschaften und Medizin, und sie gilt von vielen Scholaren als Begründerin der deutschen Naturwissenschaften.
Hildegard war für Religion wirklich wichtig. Zum Beispiel hatte sie von klein auf religiöse Visionen, in der sie Gott und den Himmel sah, und allmählich begann sie, diese Visionen zu dokumentieren. Sie erhielt in den 1140er Jahren Anerkennung, als sie päpstliche Genehmigung bekam, ihre Visionen als Enthüllungen vom Heiliger Geist zu belegen. Infolgedessen schrieb sie drei große theologische Bände, die ihre Visionen detaillieren. Im Jahr 2012 wurde sie von der Kirche heiliggesprochen und auch zur Kirchenlehrerin ernannt.
Außerdem komponierte Hildegard bedeutende kirchliche Musik, beispielsweise Symphonia Armonie Celestium Revelationum (Sinfonie der Harmonie von überirdischen Enthüllungen), die eine große Sammlung von heiligen Liedern ist. Sie schrieb auch ein musikalisches Drama, das Ordo Virtutum (Ordnung der Tugenden) heißt, das eines der ersten musikalischen Moralitätenspiele der Welt war. Hildegard glaubte, dass Musik eine Art der Gottesverehrung war, und ihre Melodien, die monophone Kirchenlieder auf Lateinisch sind, spiegelten diesen Glaube. Sie können ihre Musik hier hören:
Im Großen und Ganzen war Hildegard von Bingen eine extraordinäre Frau, die für Musik, Religion, Philosophie und Naturwissenschaften wirklich wichtig war. Sie trotzte den Stereotypen ihrer Zeitperiode, also zeigt sie uns, warum es so notwendig ist, sich die an die Rolle der Frauen in der Geschichte zu erinnern.

Hildegard of Bingen
When one thinks of German composers, figures like Bach, Beethoven, and Schumann often come to mind. These musicians contributed greatly to the world of music and the world in general, but other figures are also important. This article will explore the life and legacy of Hildegard of Bingen – a German abbess and polymath who lived in the Middle Ages.
Hildegard of Bingen was born in 1098 and died in 1179. She was an author, theologian, philosopher, and composer at a time in which it was unusual for women to be known as musicians or thinkers. As if that is not impressive enough, she also wrote about sciences and medicine, and is seen by many scholars as the founder of German natural sciences.
Hildegard had an extreme religious importance. For example, she had religious visions from a young age, in which she saw God and Heaven, and she gradually began to document these visions. She was made credible in the 1140s, when she received papal approval to document her visions as revelations from the Holy Spirit. As a result, she wrote three large theological volumes which detailed her visions. In 2012, she was canonised by the Church and was made a Doctor of the Church.
Furthermore, Hildegard composed important sacred music, for example Symphonia Armonie Celestium Revelationum (Symphony of the Harmony of Celestial Revelations), which is a large collection of sacred songs. She also wrote a musical drama called Ordo Virtutum (Order of the Virtues), which was one of the first musical morality plays in the world. Hildegard believed that music was a way of worshipping God, and her melodies, which are monophonic chants in Latin, reflect this belief. You can hear her music here:
Overall, Hildegard of Bingen was an extraordinary woman who was extremely important for music, philosophy, religion, and sciences. She defied stereotypes of her time, therefore showing us why it so essential to remember the role of women in history.